Die Wilde weibliche Kraft wird zensiert!
4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Das kann so nicht weitergehen, ich bin richtig wütend.
So viele Aspekte in mir können nicht gelebt werden. Mir als Frau wird es nicht möglich gemacht, meine wilde Weiblichkeit zu leben. Es wird seit Hunderten von Jahren das Weibliche unterdrückt. Ich spüre meine wilde Kraft immer wieder aufflackern, und in kleinen Gruppen kann man sich auch darüber austauschen, aber in unserer Gesellschaft wird so vieles tabuisiert.
Wir Frauen sind zyklische Wesen, wir leben nicht linear, das geht gegen unsere Natur. Uns hineinzuzwängen in diese lineare Leistungsgesellschaft macht es uns unmöglich, im Einklang mit unserem Körper und unserem Wesen zu leben. Es schneidet uns ab von der Quelle unserer Inspiration. Unsere Gebärmutter und damit verbunden unsere monatliche Blutung ist die Quelle unserer Kreativität. Indem der Zyklus tabuisiert wird und, schlimmer noch, von der Kirche als schmutzig angesehen wurde, wird uns dieser natürliche, offene Zugang zur Quelle genommen. Der Zyklus wird dadurch schmutzig und als etwas Lästiges angesehen. Wie sollen wir uns mit etwas verbinden, das gesellschaftlich gesehen gar nicht existiert, was totgeschwiegen wird oder als peinlich und schmutzig gilt?
Was uns genommen wurde
Mir wurde dadurch so vieles genommen. Und ich bin damit nicht allein: Die Wilde Frau in uns wurde eingesperrt, ihr wurden ihre so wichtigen Instinkte genommen, sie wurde hinter den Herd verfrachtet und durfte Kinder gebären. Wo ist die Wilde Frau in uns? Sie wurde langsam gezähmt und ist fast gar nicht mehr spürbar.
Immer wenn wir unsere Periode bekommen, gibt es wieder einen Funken Verbindung und wir spüren: Ja, da ist eine Verbindung, ja, ich spüre das Wilde Weibliche in mir. Doch dieses Flackern hält nicht lange an, es ist nur ein kleiner Funke, und dieser wird oft von starken Schmerzen übertönt. Es ist normal geworden, dass die Periode etwas Schmerzliches ist. Wir hinterfragen es oft gar nicht mehr. Nur her mit der Pille, schnell schauen, dass wir wieder angepasst sind. Denn schmerzende und launische Frauen sind ja gar nicht schön, die passen nicht ins Bild.
Das Schlimme ist: Die meisten Frauen wissen gar nicht, dass ihnen etwas gestohlen wurde. Sie wissen nichts von dieser natürlichen Wildheit. Sie ahnen gar nicht, dass in ihnen etwas ist, das gezähmt wurde. Sie leben mit den Schmerzen und nehmen sie als gegeben an: Das ist halt so. Das war schon immer so.
Aber das ist ganz und gar nicht der Fall
Denn ich spüre sie, die Wilde Frau in mir. Sie ist da, und sie ist der Schlüssel zu einer gesunden und schmerzfreien Beziehung zu deinem Körper und deiner Seele. Sie ist die Antwort auf so viele Fragen. Sie ist gottgegeben, sie ist in uns.
Doch sie wurde gezähmt, dadurch wurde sie ganz still. Unser Körper aber schweigt nie. Er weiß ganz genau, was er braucht und was ihm guttut.
Hörst du sie, die Hilfeschreie deines Körpers? Höre auf, dich zu betäuben.
Mache dich auf die Reise zu deiner Wilden Frau. Erwecke sie wieder zum Leben. Sie ist da, manifestiert sich auf so vielen Ebenen und bahnt sich ihren Weg zu dir. Sie ist wild und entschlossen, sie ist die innere starke Kraft, die genau weiß, was gut für dich ist.
Mache dich auf den Weg, auf eine spannende innere Reise zu dir selbst, und entdecke die Wilde Frau in dir.
Christina Katharina Breitegger
Badeteich Bisamberg 127
2100 Biamberg
E-Mail: christina.breitegger@gmx.at